Exhibition by MOESINGER-PHOTOGRAPHY

ALERT.Mars on Earth

Hitzewellen, Dürrekatastrophen, Erdrutsche, Waldbrände, Überflutungen, Wasserknappheit und Wüstenbildung. Der Klimawandel ist ein komplexes Phänomen und hat viele Gesichter. Doch wer sind die Betroffenen dieser ökologischen Transformation? 

In der Ausstellung ,,ALERT. Mars on earth“ zeigt Armin Mösinger nun auch Menschen, die sich an die Auswirkungen des Klimawandels gezwungenermaßen anpassten und nun in einer marsähnlichen Landschaft in Äthiopien überleben müssen, ohne mit ihrer bisherigen Lebensweise jemals einen negativen Beitrag zum Klimawandel geleistet zu haben. Eine Opfer-Täter-Umkehr ist ausgeschlossen.

WANN: Aufgrund des Lockdowns auf Frühling 2022 verschoben

WO:       Galerie Helmut im WERK – Spittelauer Länder 12  in 1090 Wien

Wie schnell sich das globale Klima verändert und welche Auswirkungen das hat – darüber debattieren WissenschaftlerInnen noch immer, selbst wenn die negativen Auswirkungen bereits auch in Europa immer spürbarer werden. Fest jedoch steht: Schon jetzt leiden Millionen Menschen weltweit an den Folgen klimatischer Veränderungen und über zukünftige Migrationsbewegungen von Klimaflüchtlinge wird immer öfter spekuliert. Doch wer sind die zukünftigen Klimaflüchtlinge und wie sehen die Regionen aus?

Mösinger konzipierte diese Ausstellung ,,ALERT“, um den Begriff Klimawandel ein Gesicht zu geben und offen eine Warnung auszusprechen, dass auch wir in der westlichen Hemisphäre nicht vor den Auswirkungen sicher sind. Er porträtierte ein schwer zugängliches Nomadenvolk in der äthiopischen Afar-Region nahe der Grenze zu Eritrea. Mehrere Dürrekatastrophen haben in den vergangenen Jahren die Menschen dort schwer getroffen. Diese Region gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Gebieten der Welt.  Die mehrheitlich als Hirten lebenden Afar-Nomaden verloren dadurch einen Großteil ihrer Herden, wodurch in den Folgejahren eine Hungerkatastrophe entstand, die zu zahlreichen Todesopfern – insbesondere unter Kindern, jungen Müttern und Älteren – führte.

Aufgrund der klimatischen Veränderungen in dieser Region ist die traditionelle Lebensweise dieser Menschen nun nicht mehr möglich und die ehemals als Nomanden lebenden Einwohner mussten sich gezwungenermaßen sesshaft machen. Rund zwei Millionen Menschen sind im wahrsten Sinne des Wortes in der Wüste gestrandet und auf externe Hilfe angewiesen. Sie sind Klimaopfer und ihr Schicksal sollte uns aufwecken, aktiv gegen den globalen Klimawandel vorzugehen.

In dieser Fotoausstellung zeigt der Fotograf daher Portraits dieser Menschen in ihrer steinigen und marsähnlichen Umgebung. Diese Bilder machen bei der Betrachtung auch die Betrachter zu Betroffenen, auch ohne die extreme Armut plakativ darzustellen.  Es sind Momentaufnahmen von zufälligen Begegnungen in diesen entlegenen Gegenden, die unwirtlicher nicht sein könnte.